Jan-Niclas Anlauff
29. January 2026
Gute Bausubstanz, aber Defizite in der Kommunikation und Fehlerkultur Wir haben uns dazu entschieden, unsere bisherigen Erfahrungen mit Hanse Haus zu teilen. Da sich das Projekt aktuell in der finalen Mängelbeseitigung befindet, spiegelt diese Rezension den derzeitigen Stand wider – wir hoffen jedoch auf einen versöhnlichen Abschluss. Der positive Teil: Es gibt viel Gutes zu berichten: Die Beratung im Vorfeld, die Bemusterung sowie die Betreuung durch die Technikabteilung und die Finanzierung waren absolut professionell und überzeugend. Auch die reine Qualität des Hauses empfinden wir als sehr hochwertig. Das ist letztlich auch der Grund für die zwei Sterne. Herausforderungen in der Bauleitung: Leider änderte sich unsere Wahrnehmung, sobald die Bauleitung vor Ort übernahm. Hier erlebten wir Koordinationsschwierigkeiten, die für uns im Nachgang vermeidbaren Mehraufwand bedeuteten. So wurde trotz Absprache vergessen, uns vor dem Abhängen der Decken zu informieren, was die Installation unserer Deckenspots massiv erschwerte. Auch die Abstimmung beim Gerüstbau für die Medienversorgung empfanden wir als sehr mühsam und wenig zielführend. Kritikpunkt Kommunikation und Empathie: Was uns jedoch am meisten enttäuscht hat, ist der menschliche Umgang mit Problemen. In unseren Augen wirkt es wenig professionell, wenn bei Fehlern die Verantwortung fast ausnahmslos auf Dienstleister oder sogar auf uns als Bauherren geschoben wird. Ein Beispiel: Als sich herausstellte, dass versprochene Einbaudosen für unsere Smart-Home-Komponenten (Shellys) kaum passten, gab es kein Entgegenkommen, sondern man zog sich auf formale Positionen zurück. Besonders schmerzlich vermissen wir eine aufrichtige Entschuldigung oder eine Geste des Verständnisses. Wir bemängeln beispielsweise seit November, dass die Fußbodenheizung im Badezimmer nicht richtig warm wird. Dass es bei kühlen Fliesen mitten im Winter über zwei Monate dauert, bis überhaupt mit einer Fehlersuche begonnen wird, ist das eine – dass aber in der ganzen Zeit kein einziges „Es tut uns leid, dass Sie diese Unannehmlichkeiten haben“ oder ein „Wir kümmern uns priorisiert darum“ kam, hat unser Vertrauensverhältnis stark belastet. Statt Empathie erlebten wir leider eher ein Abwiegeln durch den Innendienst und die Bauleitung. Fazit (Stand heute): Ein im Rohbau markierter Defekt am Rolladen wird voraussichtlich erst fast ein dreiviertel Jahr nach Entdeckung behoben. Unsere Erfahrung hat zudem gezeigt, dass das Tempo bei der Mängelbeseitigung nach der vollständigen Bezahlung der Kaufsumme spürbar nachließ. Wir bewerten hier unsere subjektive Wahrnehmung des Prozesses. Da für die KW 9 Termine zur Behebung der restlichen Punkte angekündigt sind, sind wir gespannt, ob Hanse Haus die Gelegenheit nutzt, das Projekt professionell zu Ende zu bringen. Wir werden diese Rezension nach Abschluss der Arbeiten fair und entsprechend der dann gemachten Erfahrungen aktualisieren.