Marco Reiche
01. November 2025
Unprofessionell, respektlos und völlig chaotisch – eine Zusammenarbeit, die man kein zweites Mal möchte. Meine Erfahrungen mit Goldbeck Solar waren durchweg enttäuschend. Nach außen wird ein modernes, professionelles und partnerschaftliches Bild vermittelt, doch hinter den Kulissen herrscht Unordnung, Respektlosigkeit und fehlende Struktur. Bereits während der Bauphasen kam es ständig zu Änderungen. Vereinbarungen wurden mehrfach getroffen, aber später wusste plötzlich niemand mehr davon. Absprachen verschwanden im Nichts, Verantwortlichkeiten wurden hin- und hergeschoben, und Versprechen blieben folgenlos. So kann man keine Projekte effizient oder fair abwickeln. Die Zahlungsabwicklung war ebenso problematisch. Rechnungen wurden fast nie pünktlich beglichen – Zahlungen erfolgten meist erst nach der zweiten oder dritten Mahnung. Selbst während des Insolvenzverfahrens unserer Firma gab es leere Zusagen, dass Gelder „in Kürze“ überwiesen würden. Tatsächlich reagierte wochenlang niemand auf Anrufe, und man musste unzählige E-Mails schreiben, um überhaupt eine Rückmeldung zu erhalten. Selbst schriftlich wurde eingeräumt, dass „die betriebswirtschaftlichen Abläufe manchmal nicht so funktionieren, wie man es sich wünschen würde“. Diese Aussage spricht Bände über den internen Zustand. Ein vom Unternehmen angekündigtes Abschlussgespräch mit der Geschäftsführung fand bis heute nie statt – auch das zeigt, wie wenig Verbindlichkeit und Respekt in dieser Zusammenarbeit vorhanden waren. Auf den Baustellen spiegelte sich das gleiche Bild wider. Ein Projektleiter bewertete den Leistungsstand einer Baustelle mit nur 25 %, obwohl objektiv rund 65 % der Arbeiten abgeschlossen waren. Erst nachdem ich dies klar widerlegt und mit Zahlen belegt hatte, wurde seine Einschätzung angepasst – ohne jede fachliche Grundlage oder technische Begründung. Das zeigt deutlich, dass Erfahrung und Kompetenz in leitenden Funktionen häufig fehlen. Ein Bauleiter fiel zudem mehrfach durch respektloses Verhalten auf. Bei einer Kontrolle trat er mit dem Fuß gegen eine fertiggestellte Kabeltrasse – auf Nachfrage kam nur die herablassende Antwort, er müsse „prüfen, ob sie hält“. Später saß dieser Bauleiter während der Arbeitszeit im Auto, spielte am Handy oder schlief, anstatt die Ausführung zu begleiten. Für jemanden, der eigentlich die Bauqualität überwachen soll, ist ein solches Verhalten schlicht untragbar. Der Umgangston war häufig arrogant und überheblich. Konstruktive Kritik wurde nicht angenommen, Verantwortung konsequent weitergereicht. Es fehlte an Planung, Organisation, Koordination und Respekt gegenüber den Nachunternehmern. Einige Personen in leitender Position verfügten offenbar über keinerlei praktische Erfahrung und trafen dennoch Entscheidungen, die Baufortschritte behinderten und unnötige Kosten verursachten. Heute kann ich nur noch darüber lachen. Inzwischen bin ich selbst in leitender Position im Solarbereich tätig – und genau dort sehe ich täglich, wie professionell und strukturiert Projekte laufen können, wenn Kompetenz, Fachwissen und Teamgeist vorhanden sind. In meinem jetzigen Unternehmen herrscht klare Kommunikation, gegenseitiger Respekt und eine funktionierende Struktur, die Projekte sauber, transparent und termingerecht zum Erfolg führt. Im direkten Vergleich erkennt man, wie groß der Unterschied ist. Wer sich mit anderen Fachleuten aus der Branche über Goldbeck Solar unterhält, bekommt meist dieselbe Reaktion: Kopfschütteln. Selbst Mitarbeiter innerhalb von Goldbeck Solar bestätigen hinter vorgehaltener Hand, dass vieles intern drunter und drüber läuft. Das spricht eine deutliche Sprache. Fazit: Von professioneller Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und respektvollem Umgang kann bei Goldbeck Solar leider keine Rede sein. Für uns war es eine teure, nervenaufreibende und lehrreiche Erfahrung – aber ganz sicher eine, die wir kein zweites Mal machen werden.