Die Erfahrungen mit dieser psychosomatischen Klinik für Kinder und Jugendliche sind äußerst enttäuschend und lassen erhebliche Zweifel an der fachlichen Kompetenz und therapeutischen Haltung aufkommen.
Statt individueller, differenzierter Behandlungsansätze wurde wiederholt der Eindruck vermittelt, dass komplexe Krankheitsbilder vorschnell als „untherapierbar“ eingestuft werden.
Besonders problematisch ist, dass Vorschläge und Impulse von außen – auch solche, die auf moderne oder spezialisiertere Behandlungsansätze abzielten – konsequent abgelehnt wurden. Selbst der Hinweis auf eine alternative stationäre Aufnahme in anderen, fachlich besser geeigneten Kliniken wurde nicht aufgegriffen. Stattdessen wurde wiederholt lediglich die Unterbringung auf der eigenen geschlossenen Akustation genannt, was weder lösungsorientiert noch patientenzentriert erscheint.
Dass diese Klinik mit einer durchschnittlichen Bewertung von etwa 1,5 von 5 Sternen geführt wird, überrascht vor diesem Hintergrund leider nicht. Diese Bewertung spiegelt aus unserer Sicht sehr deutlich die mangelnde Professionalität, fehlende therapeutische Flexibilität und die insgesamt geringe Wirksamkeit der angebotenen Behandlung wieder. Auch schade, dass bis jetzt noch kein Beschwerdemanagment auf diese erheblichen schlechten Bewertungen aufmerksam wurde, welches man eigentlich bei einer Klinik erwarten würde.
Diese Klinik schiebt immer die Schuld auf die Eltern, aber das die selbst überfordert sind und ihre Therapieansätze nicht funktionieren, wollen sie sich nicht eingestehen. Wir kämpfen schon lange für eine andere Unterbringung in einer anderen Klinik, dies wird aber konsequent abgelehnt.
W
Waguri Kaokuro
16. October 2025
Ich war vor etwa zwei Jahren, mit 15–16 Jahren, wegen Schulverweigerung und Depression für ungefähr zweieinhalb Monate in dieser Klinik in Behandlung. Leider habe ich dort extrem schlechte Erfahrungen gemacht. Das Personal hat mich wiederholt wegen meines Gewichts herabgesetzt, was für mich als Jugendliche sehr verletzend war.
Besonders belastend war, dass selbst alltägliche Dinge, wie wenn ich abends zurückkam oder mein Kühlschrankfach mit Lebensmitteln gefüllt war, kommentiert und kritisiert wurden. Mir wurde gesagt, dass ich das alles nicht essen soll, weil ich sonst zunehme. Zusätzlich haben die Therapeuten die Schuld oft auf meine Eltern geschoben, anstatt mich und meine Probleme ernst zu nehmen.
Dieses Verhalten war nicht nur unprofessionell, sondern auch traumatisierend. Noch heute, mit 18 Jahren, spüre ich die emotionalen Nachwirkungen. Es ist absolut kein Wunder, dass diese Klinik so wenige Sterne hat.
Ich möchte Eltern ausdrücklich warnen: Schicken Sie Ihr Kind bitte nicht in diese Klinik. Bodyshaming, mangelnde Empathie und das Abwälzen von Verantwortung auf die Familie sind hier Alltag und Jugendliche in psychischen Krisen werden hier nicht sensibel oder unterstützend behandelt. Ich kann diese Klinik niemandem empfehlen.
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thorsten spice
03. July 2025
inception like. dieser "Klinik" sollte die Akkreditierung entzogen werden. Gutachter von da generieren ihre Patient:innen auch gern mal durch Gerichtsverfahren, indem sie möglichst negative aber alles andere als hilfreiche Diagnosen stellen. man arbeitet eig in ähnlicher Manier weiter wie damals... also weswegen es die Gedenkstätte gibt.
T
Tessa Engemaier
22. May 2025
Ich war mit 17 3 Monate wegen einer Essstörung in der Station 42b für Kinder- und Jugend Psychotherapie. Ich habe einige tolle Menschen kennenlernen dürfen, das Personal (die meisten Schwestern) gehören allerdings nicht dazu. Meiner Meinung nach wurden Machtpositionen ausgenutzt, oberflächlich geurteilt, die Schlechte Laune an den Patienten (Kindern!!) ausgelassen und ohne psychisch wertvolle Hintergründe behandelt und bestraft. Es war natürlich nicht wie in einem Horrorfilm, aber es war keine schöne Zeit (ganz unabhängig von der Therapie an sich). Wenn sich so gut wie alle Patienten lieber ihrer Klinikschullehrerin anvertrauen als dem Personal, sagt das einiges über die Situation auf Station aus. Ich hatte das Gefühl noch zu den Patienten zu gehören, die sich an die Regeln halten und (fast ausschließlich) deswegen eher respektiert wurden. Wenn ich gesehen habe wie meine Mitpatienten, vorallem Kinder die selbst nicht wissen was mit ihnen los ist, behandelt wurden hat es mich einfach nur Wütend gemacht. Natürlich ist eine Therapie unbequem aber das bedeutet nicht, dass das Personal seine Launen (vorallem wenn sie sich schnell ohne triftigen Grund angegriffen fühlen) an den Patienten auslassen darf und sich ohne jegliche Erfahrung in psychiatrischer Behandlung um die Patienten kümmern, wobei man (abgesehen vom Therapieheft und den Visiten) höchstens 45 Minuten Zeit pro Woche mit seinem Therapeuten verbringen kann. Das Punktesystem ist außerdem ein, meiner Meinung nach, extrem veraltetes System, das eine Dynamik wie in einem Erziehungsinternat (und negativen Stress) schafft und begünstigt. Sprich, hast du zu wenig Punkte, darfst du nicht nach Hause (es sei denn dein Therapeut ist der Ansicht, dass du dennoch darfst). Insgesamt kann ich für Kinder und Jugendliche, die Station nicht empfehlen, viele meiner Mitpatienten haben die Behandlung abgebrochen (was auch nur geht wenn die Eltern einverstanden sind) oder sind (auch wenn es normal sein kann) Rückfällig geworden und wurden mehrere Male erneut eingewiesen, wieder ohne Erfolg. Natürlich muss der Patient selbst etwas dazu beitragen, dass die Behandlung etwas bringt aber die Verhältnismäßigkeiten auf Station haben genau das Gegenteil begünstigt.
Am Anfang war noch alles gut, der Empfang war super und die Ärzte haben einem das Gefühl gegeben das man dort gut untergebracht wird. Dann gab's essen, essen muss ich sagen hatte ich nix auszusetzen, war lecker. Danach wurde ein das Zimmer gezeigt, die Zimmer waren zwar ordentlich aber ungemütlich.
Den Leuten wird hier nicht geholfen sondern sie werden einfach mit Medikamenten vollgepumpt.
Die Pharmaindustrie lässt grüßen meine Freunde!