Annette
12. January 2026
Hier schreibt bereits eine "Di Ma", die mir aus der Seele spricht. Wir zogen vor knapp 21 Jahren nach Winnigstedt. Damals ein ruhiger Ort mit einigen Geschäften. Heute ist alles, bis auf einen Frisör und eine Versicherung verschwunden. Aber das ist nicht das größte Problem, da man ja eine gute Busverbindung nach Wolfenbüttel hat und ein Auto vorhanden ist. Die Rübentransporte waren und sind ein Problem. Aber weit schlimmer sind die inzwischen riesigen Windkraftanlagen. Sie stehen proportional zu ihrer Größe viel zu nah am Ort. Jeder ist erschrocken, wenn er in den Ort kommt. Abgesehen von den zerstörten Ackerflächen, den nicht endenden LKW-Transporten, ist es der dauerhafte Lärm, der einen mürbe macht. Der Lärm ist bei entsprechender Windrichtung enorm. Auch nachts sind es dann schon mal bis 66 dB. Ein Gespräch mit einer Vertreterin der LandWind-Gruppe war, wie erwartet, völlig ohne greifbares Ergebnis. Im Gegenteil: eigentlich hätte ich mich ob meiner "Behauptungen" schämen müssen. Trotzdem leiden alle Dörfer um die Anlagen herum, weil sie von rasenden Muldenkippern terrorisiert werden. Transporte von riesigen Transformatorenteilen, Korpus-Elementen der WKAs laufen statt über die B82 hier durch die engen und kurvigen Straßen, weil die Fahrer Strecke sparen wollen. So muss auch schon mal der Gehweg als Fahrbahn genutzt werden... Die gerade vor 3 Jahren fertiggestellte, sehr gute Hauptstraße durch den Ort weist erste Schäden durch LKW auf. Das war so sicher NICHT geplant. Mein in 20 Jahren mit viel Liebe aufgebauter Garten ist für mich nicht mehr nutzbar, denn ich leide unter dem Infraschall der WKAs. Nach 30-60 Minuten muss ich den Garten verlassen, weil ich zunehmend Kopfschmerzen bekomme. Ich weiß: Infraschall ist ja eingebildet, wie alle von WKA-Betreibern bezahlten Studien aussagen... Die Erde war auch so lange eine Scheibe, bis von der Kirche unabhängige Wissenschaftler das Gegenteil bewiesen... Derzeit herrschen hier wieder nächtliche Lärmimmissionen von bis zu 66 dB bei bestehendem Nordwind. In dem Gespräch mit LandWind war das "gar nicht möglich, weil alles automatisiert ist". Wenn man hier im Bett liegt, hört und fühlt man die Rotorschläge, was wirklich unangenehm ist. Aber das ist ja unwichtig! Hauptsache die Kasse klingelt. Wer hier wohnt, muss das eben alles in Kauf nehmen. Muss man nicht! Wir ziehen hier nun mit Freuden weg! Wenn man die Hauptstraße entlang fährt, sieht man diverse verlassene Häuser/Höfe, aber das interessiert niemanden. Das bislang von meinem Mann und mir bewohnte Haus gehört in Kürze dazu. Wie traurig: es war über Jahre die Anlaufstelle von lieben Freunden, die aber irgenwann wegbleiben, weil es sogar in Städten leiser ist! Der Vorteil des ruhigen Heims ist verloren und das Leben im Nirgendwo hat unter den herrschenden Bedingungen keinen Vorteil mehr. Für alles muss man weit fahren und ist ohne Auto aufgeschmissen. LandWind und VolksWind haben die Wohnqualität zerstört. Update nach Antwort: Ich kann leider NICHTS zurücknehmen, von dem, was ich zuvor geschrieben habe. LandWind und Co. verstehen nicht, dass wenn man durch die geschilderten Umstände ( und hier geht es NICHT NUR um die lärmenden Rotoren!) krank wird, eben nicht mit den Wohnumständen zufrieden sein kann. Wohl dem der hier kein Wohneigentum hat, an das er gebunden ist! Ich habe mir mit meinem Mann ein Zuhause gesucht, wo kein Platz für die "Öko-Stromanlagen" ist!