Julia Grothe
24. February 2026
Ich wohne inzwischen in meinem Bungalow 100 von Town & Country – aber von einem sorgenfreien Einzug kann keine Rede sein. Stattdessen kämpfe ich seit Monaten mit gravierenden Problemen im Sanitärbereich und erheblichen finanziellen Mehrbelastungen. Nach meinen Erfahrungen mit Town & Country Haus kann ich diesen Anbieter nicht empfehlen. Im Beratungsgespräch wurde mir eine freie Grundrisswahl zugesichert. In der Ausführungsplanung stellte sich jedoch heraus, dass jede noch so kleine Änderung nur gegen erhebliche Zusatzkosten möglich ist. Selbst minimale Anpassungen werden kostenpflichtig berechnet. Ein direkter Kontakt zum Architekten besteht nicht. Jede Abstimmung läuft ausschließlich über Town & Country, was die Planung unnötig verkompliziert. Ein erhebliches finanzielles Risiko sehe ich im Thema Gründung. Vertraglich vorgesehen sind lediglich rund 40 cm Gründungstiefe – eine Tiefe, die nach Rücksprache mit mehreren unabhängigen Tiefbauunternehmen in vielen Fällen nicht ausreicht. Häufig sind 80 cm oder sogar deutlich tiefere Gründungen erforderlich. Die daraus entstehenden Mehrkosten können sich in einer Größenordnung bewegen, die für private Bauherren existenziell spürbar ist und die Gesamtfinanzierung massiv verschiebt. In meinem Fall wurden die angesetzten Mehrkosten von externen Fachunternehmen als unverhältnismäßig bewertet. Aus meiner Sicht sollte man sich vor Vertragsabschluss sehr genau bewusst machen, welches finanzielle Risiko hier entstehen kann. Andernfalls werden früh in der Bauphase hohe Beträge fällig – Geld, das später bei Ausstattungsvarianten oder sinnvollen Extras schlicht fehlt. Auch Zusatzleistungen wie ein Gäste-WC sind nur zu sehr hohen Aufpreisen möglich – selbst wenn lediglich Trockenbauwände, Rohrinstallation und Wandfliesen enthalten sind. Sanitärgegenstände sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Aufgrund der vertraglichen Bindung besteht faktisch keine Wahl: Entweder man akzeptiert die geforderten Kosten – oder man verzichtet vollständig. Von echter Flexibilität kann hier keine Rede sein. Der gravierendste Punkt betrifft jedoch den Sanitärbereich. Seit rund zehn Monaten besteht ein deutlich wahrnehmbarer Fäkalgeruch im Badezimmer. Dieser Mangel wurde mehrfach schriftlich angezeigt. Es folgten E-Mail-Reaktionen und mehrere Vor-Ort-Termine – jedoch bis heute keine nachhaltige technische Ursachenklärung. Statt eine konsequente Prüfung, etwa durch eine Kamerabefahrung oder durch Hinzuziehen eines unabhängigen Fachunternehmens, wird der Geruch relativiert oder als „chemisch“ bezeichnet. Bei einem Vor-Ort-Termin war eine Zeugin anwesend. Dennoch wurde im Nachgang versucht, die Situation anders darzustellen und die Wahrnehmung umzudeuten. Für mich entsteht dadurch der Eindruck, dass die tatsächlichen Umstände relativiert oder verdreht werden, anstatt das Problem sachlich und lösungsorientiert anzugehen. Zusätzlich bestehen weitere Mängel im Sanitärbereich, darunter ein deutlich schiefer Wannenrand an der Badewanne sowie ein Wasserschaden, bei dem bestritten wird, dass eine notwendige Isolierung des betroffenen Rohres erforderlich sei. Auch hier ist bis heute keine abschließende Klärung erfolgt. Insgesamt entsteht für mich der Eindruck, dass Probleme eher klein geredet als konsequent behoben werden. Ich habe mich in dieser Situation nicht ernst genommen und über Monate mit erheblichen Mängeln allein gelassen gefühlt. Die Probleme bestehen weiterhin. Wer hier baut, sollte sich bewusst sein, dass neben dem eigentlichen Haus erhebliche Zusatzkosten und langwierige Auseinandersetzungen möglich sind.